Porsche Mobil 1 Supercup 2026: Monaco-Auftakt

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Der Porsche Mobil 1 Supercup 2026 Monaco startet in seine 34. Saison und macht das gleich mit einem Knall. Im Rahmen des Großen Preises von Monaco vom 4. bis 7. Juni gehen 28 der neuen Porsche 911 Cup auf den engen Straßenkurs im Fürstentum, einem der anspruchsvollsten und bekanntesten Schauplätze des Motorsports überhaupt. Das Feld ist in dieser Saison komplett ausgebucht, zehn Teams besetzen alle 28 Startplätze, und der Supercup bringt so viel Neues mit wie seit Jahren nicht mehr: zwei neue Teams, elf Rookies, einen komplett neu entwickelten Rennwagen und als besonderen Stargast Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve am Lenkrad des VIP-Neunelfers. Dazu kommt ein neuer Rennkraftstoff mit 80 Prozent erneuerbaren Komponenten. Die 34. Saison hat alles, was man sich wünschen kann.

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Das Fahrerfeld: 16 Nationen, zwei Junioren und ein WeltmeisterFlynt Schuring und Marcus Amand als Porsche-JuniorenUnter den 28 Stammfahrern stellen die Niederlande mit fünf Piloten das größte Länderkontingent, einer von ihnen ist Porsche-Junior Flynt Schuring. Der 19-Jährige tritt für den amtierenden Team-Champion Schumacher CLRT aus Frankreich an und blickt dem Auftakt in Monaco mit einer gesunden Mischung aus Vorfreude und Respekt entgegen. Der neue Porsche 911 Cup mit Renn-ABS verlangt ein anderes Fahren am Limit, wie Schuring selbst betont: Auf dem sehr unebenen Asphalt des Straßenkurses hilft das ABS-System, aber es braucht Zeit, sich daran zu gewöhnen und die richtige Einbremsphase zu finden. Sein Landsmann und Teamkollege im Supercup-Feld ist Robert de Haan, Sieger des Monaco-Laufs 2025 und Gesamtzweiter der vergangenen Saison, der als einer der heißesten Titelanwärter in die neue Saison geht.Der zweite Porsche-Junior ist Marcus Amand, der Finne, der in Frankreich lebt und für die österreichische Mannschaft BWT Lechner Racing fährt. Mit 20 Jahren bestreitet er seine erste Supercup-Saison und kennt den Monaco-Kurs bisher nur aus dem Simulator, was er selbst mit einem Schmunzeln als denkbar herausfordernde Bedingungen für die Premiere bezeichnet. Amand war zuletzt im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland auf sich aufmerksam geworden, wo er beim Saisonauftakt am Red Bull Ring gewann. Der Schritt in den Supercup ist die logische Weiterentwicklung seiner Karriere, und Monaco als erster Schauplatz ist eine Taufzeremonie, die er sich kaum schwieriger aussuchen könnte.

Jacques Villeneuve: Formel-1-Champion trifft auf Nachwuchsstars

Ab dem zweiten Saisonlauf in Barcelona am 14. Juni mischt sich ein ganz besonderer Name ins Fahrerfeld: Jacques Villeneuve, Formel-1-Weltmeister von 1997, IndyCar-Champion 1995 und Gewinner der Indy 500, bestreitet mehrere Gaststarts im VIP-Neunelfer mit der Startnummer 911. Sein Fahrzeug trägt ein spektakuläres Farbdesign, das von seinem ikonischen Helmdesign inspiriert ist, das er während seiner gesamten Rennkarriere trug. Villeneuve ist keiner, der sich aufs Podium stellen und Hände schütteln will. Er möchte fahren, sich messen und Teil dieser Gemeinschaft junger Fahrer sein, wie er nach den Testfahrten betonte. Die Faszination für neue Rennwagen und unbekannte Serien ist bei ihm seit seinen Anfängen ungebrochen, und der neue 911 Cup stellt ihn vor eine Herausforderung, auf die er sich nach eigenen Worten schon jetzt sehr freut. Für die jungen Rookies im Feld ist es gleichzeitig eine seltene Gelegenheit, sich mit einem Mann zu messen, der in der Formel 1 gegen Schumacher, Hill und Häkkinen gekämpft hat.Neuer 911 Cup und nachhaltiger Kraftstoff

Ein komplett neu entwickelter Rennwagen

Die Saison 2026 bringt nicht nur neue Gesichter, sondern auch ein komplett neues Fahrzeug. Der neue Porsche 911 Cup wurde von Grund auf neu entwickelt und bringt unter anderem das bereits erwähnte Renn-ABS mit, das die Bremscharakteristik grundlegend verändert und von allen Fahrern eine Anpassung ihrer Technik verlangt. Besonders auf einem Kurs wie Monaco, wo der Asphalt uneben ist, Randsteine hoch sind und die Auslaufzonen praktisch nicht existieren, ist das eine nicht zu unterschätzende Variable. Oliver Schwab, Projektleiter des Porsche Mobil 1 Supercup, ist sichtlich stolz auf den Umfang der Neuerungen in dieser Saison: So viel Neues auf einmal war im Supercup seit Langem nicht mehr da, und er erwartet entsprechend eine besonders spannende und unberechenbare Saison.

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eFuel aus Chile: 80 Prozent erneuerbare Komponenten

Ein weiteres Highlight der Saison 2026 ist der neue Rennkraftstoff. Die im Supercup eingesetzte Kraftstoffmischung enthält einen eFuel-Anteil, der 80 Prozent erneuerbare Komponenten erreicht und die FIA-Spezifikation für „advanced sustainable“ Kraftstoffe erfüllt. Mit 101 Oktan ist der Kraftstoff für die Rennsport-Boxermotoren des 911 Cup optimiert und erzielt gegenüber dem fossilen Äquivalent eine CO2-Reduktion von 52 Prozent. Das eingesetzte eFuel stammt aus der Pilotanlage Haru Oni im Süden Chiles, die seit 2022 von HIF Chile SpA betrieben wird und vollständig auf Windenergie aus der Region setzt, sowohl für den Produktionsprozess selbst als auch für die Netzstabilisierung. Für Porsche ist das ein klares Signal, dass Motorsport und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sein müssen.

Monaco als historische Bühne: 75 Jahre Porsche im Motorsport

Der Porsche 356 SL von Le Mans 1951

Monaco ist in dieser Saison nicht nur Kulisse für ein Rennen, sondern auch Schauplatz eines kleinen Jubiläums. Vor 75 Jahren trat Porsche zum ersten Mal beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an, und ein speziell vorbereiteter 356 SL gewann damals die Klasse bis 1,1 Liter Hubraum. Im Supercup-Fahrerlager im Fürstentum erinnert ein Display an genau jenes Fahrzeug, das Auguste Veuillet und Edmond Mouche 1951 pilotierten. Ein stiller Verweis auf die Wurzeln einer Motorsportmarke, die in den folgenden Jahrzehnten die Rennstrecken der Welt prägen sollte.

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Der 911 GT1 von 1996 als Führungsfahrzeug

Noch eindrucksvoller ist der zweite historische Auftritt in Monaco: Der Porsche 911 GT1 von 1996, mit dem Hans-Joachim Stuck, Thierry Boutsen und Bob Wollek damals den zweiten Gesamtrang in Le Mans erreichten, kommt tatsächlich auf die Strecke und leitet das Supercup-Feld vom Fahrerlager in die Boxengasse. Nicht als Ausstellungsstück hinter Absperrband, sondern fahrend auf den Straßen von Monaco. Für Porsche-Fans ist das ein Moment, der allein die Reise ins Fürstentum rechtfertigen könnte.

Wo kann man zuschauen?

Das erste Rennen der Saison geht am Sonntag, dem 7. Juni, um 11:55 Uhr MESZ über 17 Runden. Im deutschsprachigen Raum überträgt Sky Sports das Rennen live, zusätzlich streamt F1TV. Wer keine der beiden Optionen hat, findet über das offizielle Live-Timing auf racing.porsche.com alle Informationen zu Training, Qualifying und Rennen in Echtzeit. Auf Instagram, Facebook und X ist der Porsche Mobil 1 Supercup unter @PorscheSupercup zu finden.

Fazit

Der Porsche Mobil 1 Supercup 2026 Monaco ist der Auftakt zu einer Saison, die in vielerlei Hinsicht besonders wird. Ein neues Fahrzeug, ein neuer nachhaltiger Kraftstoff, elf Rookies, zwei vielversprechende Porsche-Junioren und Jacques Villeneuve als Gaststarter: Das ist eine Kombination, die den Supercup interessanter macht als er es ohnehin schon ist. Dazu kommen zwei historische Fahrzeuge im Fahrerlager und auf der Strecke, die daran erinnern, wo diese Geschichte begann. Wer am 7. Juni um 11:55 Uhr einschaltet, wird eine Menge zu sehen bekommen.

Quelle: Porsche Newsroom