Ferrari Luce 2026: Der erste Elektro-Ferrari
Der Ferrari Luce ist das erste Elektroauto der Sportwagenmarke aus Maranello und er kommt nicht leise. Die Weltpremiere fand am 25. Mai 2026 in Rom statt, einem Datum das bewusst gewählt wurde: Am 25. Mai 1947 fuhr Franco Cortese die erste Ferrari-Siegstrecke beim GP Rom in einem Ferrari 125 S. Geschichte trifft also auf Zukunft, und Ferrari macht daraus ein Statement. Als elektrischer Fünfsitzer mit vier Türen positioniert sich der Luce in der absoluten Luxusklasse und er setzt dabei Maßstäbe, die weit über das hinausgehen, was man von einem Elektroauto erwartet. Der Name Luce ist das italienische Wort für Licht, das Auto soll sozusagen den Weg in die Zukunft erhellen. Mit einem Basispreis von 550.000 Euro und einer limitierten Produktion von rund 1.500 Einheiten pro Jahr ist klar: Der Ferrari Luce ist nicht für jeden gedacht, aber er ist für alle ein Signal.

Antrieb: Vier Motoren, eine Mission
772 kW, 880 Volt und 2,5 Sekunden auf 100
Der Luce wird von vier Elektromotoren angetrieben, die Systemleistung liegt bei 772 kW, damit dauert der Normsprint nur 2,5 Sekunden. Die Antriebseinheit an der Vorderachse leistet 210 kW und lässt sich bei Bedarf komplett deaktivieren, um reinen Hinterradantrieb zu genießen. Die Hinterachse steuert massive 620 kW bei. Das ist kein Detail, das man übersieht: Ferrari gibt dem Fahrer die Möglichkeit, zwischen puristischem Hinterradantrieb und vollem Allradangriff zu wählen, je nach Stimmung und Strecke. Im Performance-Modus erreicht die maximale Leistung mit permanentem Allradantrieb 725 kW und der Luce erreicht ein Spitzentempo von 310 km/h. Ferrari hat alle Kernkomponenten einschließlich der Elektromotoren und des Batteriepacks in Maranello gefertigt, um die vollständige Kontrolle über die Qualität zu behalten. Das ist eine Ansage an alle, die dachten, ein Elektro-Ferrari könnte kein echter Ferrari sein.
Batterie, Reichweite und Schnellladen
Die 122-kWh-Batterie nutzt eine 880-Volt-Architektur mit 350 kW Schnellladen. Der Strom kommt aus einer Batterie mit brutto 122 kWh, was für eine Reichweite von 530 Kilometern reicht. Das ist ein Wert, der den Luce alltagstauglich macht, ohne dass man beim Laden in der Schlange steht. Die 880-Volt-Architektur ist dabei nicht nur für das schnelle Laden verantwortlich, das 800-Volt-System nutzt extrem kompakte Inverter und einen DC/DC-Wandler mit über 98 Prozent Effizienz, was die gesamte Antriebsarchitektur auf einem Niveau ansiedelt, das selbst unter Hochleistungs-Elektroautos seinesgleichen sucht. Ferrari hat hier keine Standardkomponenten verbaut, sondern alles von Grund auf neu entwickelt, speziell für dieses Fahrzeug, speziell für diesen Anspruch.
Design und Innenraum: Jony Ive trifft Maranello
LoveFrom und Ferrari Design Studio
Die Entwicklungsziele wurden vom Ferrari Design Studio unter der Leitung von Flavio Manzoni vorgegeben, das Design dann aber gemeinsam mit der kalifornischen Kreativwerkstatt LoveFrom entwickelt. Hinter LoveFrom stecken Sir Jony Ive und Marc Newson, der Mann also, der das iPhone designt hat, arbeitet jetzt an einem Ferrari. Das Ergebnis ist ein Innenraum, der mit allem bricht, was man von einem Sportwagen kennt. Für die Anzeigen kommen vier von Samsung entwickelte, hintergrundbeleuchtungsfreie OLED-Panels zum Einsatz: ein 12,9-Zoll-Hauptdisplay mit zwei übereinander gelagerten Schichten und geschliffenen Linsen für einen dreidimensionalen Parallaxe-Effekt, ein schwenkbares 12-Zoll-Zentralpanel mit physischen Direktwahltasten für die Klimatisierung sowie ein geteiltes Panel im Fond. Kein anderes Auto auf dem Markt hat eine vergleichbare Display-Architektur.
Der Schlüssel aus Gorilla Glass und 3.000 Watt Sound
Wer glaubt, bei einem Elektroauto würden die analogen Details zu kurz kommen, hat den Luce noch nicht von innen gesehen. Der aus Gorilla Glass gefertigte Fahrzeugschlüssel verfügt über ein weltweit erstes automotives E-Ink-Display, das beim Andocken in der Mittelkonsole das System startet und den Gangwahlschalter freigibt. Das Interieur ist mit italienischem Leder und Alcantara verkleidet, die Fondtüren schließen elektrisch und die Sitze sind einzeln verstellbar mit optionaler Massagefunktion. Den akustischen Abschluss bildet ein 3.000 Watt starkes High-End-Audiosystem mit 24 Kanälen und Class-D-Verstärker. Für ein Auto, das keinen V12-Sound mehr produzieren kann, hat Ferrari eine klare Antwort gefunden: Was kein Motor mehr leistet, übernimmt das beste Soundsystem, das je in einem Serienfahrzeug verbaut wurde.
Produktion, Preis und Marktstart
550.000 Euro, 1.500 Einheiten, Lieferung 2027
Ferrari plant eine limitierte Produktion von etwa 1.500 Einheiten pro Jahr, die ersten Auslieferungen folgen 2027. Der Basispreis liegt bei 550.000 Euro und macht den Luce damit zum teuersten Serienmodell in der Geschichte von Ferrari, noch über dem Purosangue mit rund 360.000 Euro und dem 12Cilindri mit rund 380.000 Euro. Ferrari hat für den Luce eine eigene 880-Volt-Plattform entwickelt und das Fahrzeug wird in einem eigens dafür gebauten Werk, dem sogenannten E-Building, montiert. Das zeigt, wie ernst Ferrari diese neue Ära nimmt: kein Umbau bestehender Linien, kein geteiltes Band mit anderen Modellen, sondern eine komplett eigene Infrastruktur für das erste Elektro-Ferrari. Wer sich jetzt einen bestellen möchte, kann das ab sofort tun, muss aber bis Ende 2027 auf die Lieferung warten.

Fazit
Der Ferrari Luce 2026 ist mehr als das erste Elektroauto aus Maranello, er ist ein Beweis, dass man warten kann, bis man wirklich bereit ist. Vier Elektromotoren, 880 Volt, 530 Kilometer Reichweite, ein Innenraum der von Sir Jony Ive mitgestaltet wurde und ein Schlüssel aus Gorilla Glass: Der Luce setzt in jedem einzelnen Detail einen neuen Standard. Wer dachte, ein elektrischer Ferrari könne kein echter Ferrari sein, wird vom Luce eines Besseren belehrt. Das Licht ist an in Maranello, und es leuchtet sehr hell.
Quellen: electrive, RP Online






































































































































































