Honda RTL Electric TrialGP 2026
Honda RTL Electric TrialGP 2026 steht für einen Moment, den der Motorsport so schnell nicht vergessen wird. Beim TrialGP of Japan, dem Auftakt zur Hertz FIM Trial Weltmeisterschaft 2026 im Mobility Resort Motegi, startete erstmals in der Geschichte des Sports ein Elektromotorrad in der höchsten Klasse, der TrialGP. Am Steuer: Miquel Gelabert aus Barcelona, 28 Jahre alt, mit der Mission, das Honda RTL Electric an die Spitze des weltweit härtesten Hindernis-Motorradsports zu bringen. Platz sechs am ersten Tag, Platz fünf am zweiten: Das Ergebnis spricht für sich. Elektrisch kann mithalten, auch über riesige Felsen, steile Anstiege und meterhohe Baumstämme.
Von Trial2 zur TrialGP: Gelabets Rückkehr
Entwicklungsarbeit zahlt sich aus
Gelabert war von 2016 bis 2024 ein fester Bestandteil der TrialGP-Klasse, bevor er 2025 bewusst in die Trial2-Klasse wechselte, um das RTL Electric weiterzuentwickeln. Die Entscheidung war strategisch und sie war richtig: In Trial2 verpasste er den Titel nur knapp und bewies dabei, dass das Elektromotorrad in jeder Veranstaltung um Spitzenpositionen kämpfen kann. Dieser Schritt gab Honda und dem HRC die Grundlage für die Entscheidung, den nächsten Sprung zu wagen. Teammanager Carles Barneda erklärt den logischen Weg: Nach der erfolgreichen Trial2-Saison war der Aufstieg in die TrialGP der konsequente nächste Entwicklungsschritt.
X-Trial Barcelona als erster Vorgeschmack
Noch vor dem offiziellen Saisonstart zeigte Gelabert beim X-Trial Barcelona im Februar 2026 auf heimischem Boden was in der RTL Electric steckt. Auch wenn er dort das Finale nicht erreichte, war die Botschaft klar: Ein Elektromotorrad ist auf höchstem Trial-Niveau konkurrenzfähig. Drei Monate später in Japan untermauerte er das mit Nachdruck, mit Platz fünf im allerersten Super Pole Wettbewerb des neuen Veranstaltungsformats und mit der Qualifikation für das Super Final an beiden Renntagen.

Japan: Zwei Tage, zwei Meilensteine
Platz sechs und fünf gegen Benzin-Konkurrenz
Das neue Veranstaltungsformat der FIM Trial Weltmeisterschaft 2026 brachte eine umfassende Überarbeitung mit sich, darunter den Super Pole und das Super Final als neue Wettbewerbselemente. Gelabert und die RTL Electric meisterten beide Herausforderungen und zeigten dabei, dass die Leistungscharakteristik eines Elektromotors im Trial-Sport echte Vorteile bringen kann. Das sofort verfügbare Drehmoment, die präzise steuerbare Kraftabgabe und das niedrige Motorgeräusch machen das RTL Electric in technisch anspruchsvollen Sektionen zu einem ernstzunehmenden Werkzeug. Barneda bestätigte nach dem Wochenende: Das Potenzial für Podiumsplätze ist vorhanden.
Lernen, verbessern, weitermachen
Fehlerlos war das Debüt-Wochenende nicht, und das Team versteckt das nicht. Im Super Final stiegen die Anforderungen der Sektionen nochmals spürbar an und dort kämpfte Gelabert etwas mehr. Doch genau das ist der Punkt: Jedes Rennen ist ein Entwicklungsschritt. HRC und Honda stehen laut Barneda vollständig hinter dem Projekt und unterstützen das Team mit allen Ressourcen für die beste mögliche Entwicklung über die gesamte Saison. Das nächste Ziel ist klar: beim TrialGP of Andorra vom 12. bis 14. Juni in Sant Julià de Lòria einen weiteren Schritt nach vorne machen.
Fazit
Das Honda RTL Electric TrialGP 2026 Projekt ist mehr als ein Experiment, es ist der Beweis, dass Elektromobilität auch im härtesten und technisch anspruchsvollsten Zweizeller-Motorsport funktioniert. Platz fünf und sechs in der ersten Saison gegen etablierte Benzin-Konkurrenz ist kein Zufallsergebnis. Miquel Gelabert und das Honda Montesa Team haben in Japan Geschichte geschrieben und gleichzeitig den Grundstein für weitere Fortschritte gelegt. Wer die Entwicklung live verfolgen möchte: FIM-MOTO.TV streamt alle sieben Saisonrunden live, ein Saisonpass kostet 49,90 Euro.
Quelle: LULOP Newsroom





































































































































































