Bugatti Tourbillon – Individualisierung neu gedacht

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Bugatti Tourbillon Individualisierung – das bedeutet weit mehr als die Wahl einer Farbe oder eines Leders. Mit dem Konzept der „Automotive Couture“ definiert der Traditionshersteller aus Molsheim, was maßgeschneiderte Personalisierung im Hypercar-Segment sein kann. Angeführt vom CMF-Team unter Sabine Consolini, zeigt eine neue Episode der Dokumentarserie „A New Era“, wie Bugatti die Grenzen zwischen Haute Couture und Automobilbau gezielt aufhebt.

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Das Design Studio Berlin: Atelier und Galerie zugleich

Wo Materialien entstehen und Kunden konfigurieren

Das Bugatti Design Studio in Berlin ist die Heimat des CMF-Teams – der Abteilung, die alle visuellen und haptischen Elemente eines Fahrzeugs verantwortet. Der Begriff CMF steht für Color, Material and Finish und umfasst damit die gesamte sinnliche Dimension eines Autos, von der Außenlackierung bis zur Textur des Lenkrads. Im Berliner Studio arbeitet das Team nicht nur an neuen Materialien, sondern empfängt dort auch eingeladene Kunden zu privaten Konfigurationssitzungen.

Ein Ort ohne Kompromisse

Der Raum funktioniert gleichzeitig als Werkstatt und als Showroom: Materialien werden entwickelt, getestet und direkt im Kontext des fertigen Hypercars präsentiert. So können Kunden sehen und spüren, wie ein Stoff oder eine Oberfläche im tatsächlichen Fahrzeugumfeld wirkt – eine Genauigkeit, die dem Anspruch von Bugatti Sur Mesure entspricht.

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Stoffe aus der Modewelt – erstmals im Bugatti

Textilien, die es so noch nie in einem Bugatti gab

Mit dem Tourbillon schlägt Bugatti ein neues Kapitel in der Materialwelt auf. Erstmals kommen Stoffe zum Einsatz, die bislang in keinem Bugatti zu finden waren. Das CMF-Team recherchierte gezielt bei Herstellern aus der Modeindustrie und adaptierte deren Materialien für die Anforderungen des Automobilbaus. Das Ergebnis ist eine Materialpalette, die im Hypercar-Segment bisher beispiellos ist. Sabine Consolini, Leiterin CMF bei Bugatti, betont: Sämtliche Stoffe wurden mit Unternehmen entwickelt, die normalerweise für die Modewelt produzieren – mit allen Anpassungen, die der Einsatz im Fahrzeuginnenraum verlangt.

Handgewebtes aus Kyoto und funkelndes Metallgarn

Zu den herausragenden Beispielen gehört ein in Kyoto handgewebter Stoff, in den Metallgarn und Washi-Papierstreifen eingearbeitet sind – ein Material von bemerkenswerter Tiefe und Weichheit. Hinzu kommt ein gestrickter Stoff, in dem Metallgarn das Licht aufgreift und einen dreidimensionalen, funkelnden Effekt erzeugt. Beide Materialien lassen sich zudem vollständig individualisieren: Kunden können eigene Muster wählen und definieren, sodass jede Ausführung ein echtes Unikat bleibt.

Leder, Aluminium, Glas – und das EB-Monogramm im Gewebe

Vertrautheit mit neuen Ansprüchen

Die bewährten Materialien des Hauses wurden für den Tourbillon weiterentwickelt. Das Leder entstand in einem neuen Gerbverfahren und ist spürbar weicher als in früheren Modellen. Aluminium prägt sowohl Exterieur als auch Interieur – besonders in der Mittelkonsole, den haptischen Bedienelementen und im von der Uhrmacherkunst inspirierten Kombiinstrument. Dessen individuell wählbare Oberflächen wurden in enger Zusammenarbeit mit demselben Schweizer Uhrenhersteller entwickelt, der auch die analogen Ziffernblätter des Tourbillon verantwortet.

Glas in einer Form – und ein Monogramm im Webmuster

Die Mittelkonsole besteht aus einem einzigen, geformten Glaselement – eine handwerkliche Herausforderung, die eine intensive Zusammenarbeit mit Materialspezialisten erforderte. Das Element ist in verschiedenen Farbnuancen erhältlich. Abgerundet wird das Angebot durch einen exklusiven Bugatti-eigenen Stoff in vier Farben, in dessen Webmuster das EB-Monogramm dezent eingearbeitet ist – ein Detail, das im gesamten Innenraum des Tourbillon eingesetzt werden kann.

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Eine Farbpalette mit Tiefe und Charakter

Nuancen statt Kontraste

Die Farbphilosophie des Tourbillon weicht bewusst von plakativen Effekten ab. Statt kontrastreicher Akzente setzt das CMF-Team auf nuancierte Töne – Farben mit Tiefe und Eigencharakter, die das harmonische Design des Hypercars unterstreichen, ohne es zu überlagern. Für besondere Kundenwünsche steht das Design Studio in Berlin offen: Wer eine Farbe oder ein Material entwickeln lassen möchte, das ausschließlich für ihn existiert, führt dieses Gespräch direkt mit dem Team.

Bugatti Sur Mesure als Maximalanspruch

Frank Heyl, Design Director bei Bugatti, beschreibt den Anspruch hinter dem gesamten Ansatz: Jedes Fahrzeug soll den Charakter seines Besitzers widerspiegeln. Mit dem Tourbillon geht Bugatti dabei weiter als je zuvor. Wenn ein Kunde das Design Studio mit einer Konfiguration verlässt, die einzig und allein für ihn geschaffen wurde, ist das der ultimative Ausdruck dessen, wofür die Marke steht – Automotive Couture im wortwörtlichen Sinne.

Fazit

Der Bugatti Tourbillon setzt neue Maßstäbe in der Bugatti Tourbillon Individualisierung – und damit im gesamten Segment der Hypercars. Mit der Philosophie der Automotive Couture verknüpft Bugatti die Traditionen der Haute Couture mit den Anforderungen des modernen Automobilbaus: handverlesene Materialien, echte Handwerkskunst und eine Personalisierungstiefe, die jeden Tourbillon zu einem Einzelstück macht. Wer in das Berliner Design Studio eintritt, verlässt es mit einem Fahrzeug, das so einmalig ist wie sein Besitzer.

Quelle: Bugatti Newsroom